Aussehen

Erscheinungsbild / Aussehen der Heiligen Birma

Aussehen Heilige Birma, tieflaue Augen

Die Heilige Birma ist eine stämmige, mittelgroße Katze mit etwas gestrecktem Körper auf kräftigen Beinen. Ausgewachsene Katzen erreichen ein Gewicht von 3 bis 4 kg, ausgewachsene Kater wiegen zwischen 4,5 und 6,0 kg, nur selten erreichen sie ein Gewicht von 8 kg.

Die Heilige Birma gehört zu den Semilanghaarkatzen, d. h. sie hat halblanges Fell. Das Fell soll laut Standard seidig, glatt und nicht filzend sein, was die Pflege unkompliziert macht. Leider findet man in den letzten Jahren vermehrt Birmas mit längerem Fell, welches zum Verfilzen neigen kann und deren Pflege aufwendiger ist. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass ab und an Perser in bestimmte Linien eingekreuzt werden. Das wohl markantestes Merkmal der Heiligen Birma sind ihre traumhaft saphirblauen Augen. Sie hat einen kräftigen, rundlichen Kopf mit einer “römischen” Nase und ausgeprägten Wangen.

Heilige Birma in seal-tabby-point

Die Heilige Birma ist eine Pointkatze und ist damit genetisch ein Teilalbino. Die Pointzeichnung zeigt sich an den kältesten Körperstellen, also Gesicht, Beine, Schwanz, Ohren und Hoden. Das restliche Körperfell ist weiß bzw. elfenbeinfarben. Die vier Pfötchen tragen weiße Stiefelchen, die man Handschuhe (vorn) und Sporen (hinten) nennt. Am Hals der Birma bildet das Fell eine schöne Halskrause.

So wie alle Pointkatzen werden auch die kleinen Birmchen alle reinweiß geboren. Das Ausreifen der Farbzeichnung dauert ca. zwei bis drei Jahre.

Aussehen Heilige Birma, seal-tabby-point

Der Standard der Heiligen Birma lt. Regelwerk:

Der Standard beschreibt das optimale Aussehen einer Heiligen Birma. Eine ganz perfekte Birma gibt es kaum. Die Zucht ist sehr schwierig, besonders die Zucht einer Heiligen Birma mit perfekten Handschuhe und Sporen.

Auch oder vor allem deswegen sollte man eine Heilige Birma nicht nur auf Handschuhe und Sporen reduzieren. Bei allen Bemühungen, diesem Idealbild nahe zu kommen, sollte ein verantwortungsbewusster Züchter das gesamte Erscheinungsbild einer Birma beachten und das Wesen und die Gesundheit dieser außergewöhnlichen Katzenrasse nie außer Acht lassen!

Körperbau– mittelschwer und leicht gestreckt, muskulös
– Beine kurz und stämmig
– Pfoten abgerundet und gut proportierniert
Kopf– kräftiger, breiter Schädel mit vollen, runden Wangen
– Stirn leicht gewölbt
– Nase mittellang ohne Stop
– römische Nase mit leichter Wölbung unterhalb er mittleren Augenlinie
– Kinn ausgeprägt
– Ohren möglichst klein und nicht zu aufrecht stehend, Spitzen abgerundet, insgesamt etwas höher als breit
Augen– tiefblau, je dunkler, desto besser
– leicht oval,
– groß und weit auseinander gesetzt
Fell– im Gesicht kurzes Fell, zu den Wangen hin länger werdend
– auf dem Rücken, an den Flanken und in der Halskrause größte Länge
– insgesamt halblanges Fell
– seidige Textur mit wenig Unterwolle, nicht filzend
– die Länge variiert innerhalb der verschiedenen Jahreszeiten
– Halskrause bei Kastraten meist ausgeprägter als bei potenten Tieren
Farbe– Grundfarbe ist sehr hell (eierschalenfarben) mit einem goldenen Schimmer auf dem Rücken
– Bauch ist fast weiß
– typischen Pointmerkmale, d. h. Gesicht, Ohren, Pfoten, Schwanz und Hoden sind in der jeweiligen Pointfarbe eingefärbt
Abzeichen– Handschuhe und Sporen sind reinweiß
– Handschuhe (vorn) enden an der Zehenwurzel oder am Gelenk, das Weiß darf sich nicht auf das Bein erstrecken
– die Sporen (hinten) enden keilförmig an den Sohlen
– etwas längere Handschuhe an den Pfoten werden toleriert
– wesentlich ist die Gleichmäßigkeit und Symmetrie der Handschuhe, sei es zwischen den Vorderpfoten einerseits und an den Hinterpfoten andererseits
– im Idealfall ist das Weiß an allen vier Pfoten gleichmäßig verteilt
Fehler sind dunkle Flecken in den Abzeichen oder weiße Ausläufer an den Beine
– nicht fehlerhaft sind farbige Fußballen
Schwanz– mittlere Länge von eleganter Form
– fedrig behaart
KonditionEine Ausstellungskatze hat eine hervorragende phychische Kondition, erkannbar an klaren Augen, glänzendem Fell und sichtbarem Wohlbefinden. Sie ist nicht aggressiv und bringt ihre natürlich Schönheit und Grazie charmant und ausgeglichen zum Ausdruck.
Besonderheiten– gemäßigtes Temperament
– anschmiegsam, liebenswürdig
– Fell ist leicht zu pflegen
– als Einzelkatze kaum zu halten

Fehler im Rassestandard

(führen NICHT zwingend zum Zuchtausschluss)

  • eisblaue Augen
  • kaum sichtbares Kinn
  • gerade Nasenlinie
  • Ohren zu weit oben gesetzt, zu groß und zu spitz
  • Bauchfleck
  • dunkle Flecken in den Abzeichen
  • weiße Ausläufer an den Beinen
  • Abzeichen zu klein, Zehen sind eingefärbt
  • fehlende Abzeichen

Fehler, die zum Zuchtausschluss führen

Neben gesundheitlichen Problemen und Erbkrankheiten wie PKD und HCM führen folgende Mängel zur Zuchtuntauglichkeit:

  • Knickschwanz
  • Brustkorbanomalien
  • Mono- und Kryptorchismus
  • Zahnfehlstellungen
  • Taubheit und Blindheit
  • Entropium, Strabismus, Nystagmus, Poly- bzw. Olygodactylie
Seitenabschluss